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Handyfreie Hochzeit: Texte für Einladung, Schild und Ansage

Fertige Formulierungen für jeden Moment der Planung, von der Einladungskarte über das Schild am Eingang bis zur Ansage vor der Zeremonie, jeweils in mehreren Tonlagen und zum direkten Übernehmen.

Häufige Fragen zu den Texten

Wie formuliere ich die Bitte, ohne unhöflich zu wirken?

Drei Dinge entscheiden. Erstens die Reihenfolge: zuerst der Wunsch, dann die Bitte, nie die Regel zuerst. Zweitens die Begrenzung: Ein Zeitraum, der ein Ende hat, etwa zwischen Einzug und Auszug, klingt anders als ein pauschales Verbot. Drittens der Ausgleich: Wer im selben Satz ankündigt, dass alle Bilder später geteilt werden, nimmt der Bitte den Verzichtscharakter. Formulierungen, die von „wir wünschen uns" ausgehen, kommen erfahrungsgemäß besser an als solche, die mit „bitte unterlassen Sie" beginnen.

Muss ich die Bitte rechtlich begründen?

Nein. Als Gastgeberin oder Gastgeber äußern Sie einen Wunsch für Ihren eigenen Anlass, dafür braucht es keine Rechtsgrundlage, und ein Gesetzeszitat auf der Einladungskarte wirkt eher abschreckend. Hilfreich ist die Rechtslage nur als Hintergrundwissen: § 22 KunstUrhG betrifft die Verbreitung und öffentliche Zurschaustellung von Bildnissen, nicht das Fotografieren selbst, und das Hausrecht liegt in der Regel bei der Location, nicht automatisch bei Ihnen. Wer im Standesamt oder in der Kirche heiratet, kann sich zusätzlich auf die Regeln des Hauses berufen, die je nach Haus strenger ausfallen können als die eigene Bitte.

§ 22 KunstUrhG, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de)
Was, wenn Gäste trotzdem fotografieren?

Damit ist zu rechnen, und es ist kein Grund für einen Konflikt am eigenen Hochzeitstag. Nehmen Sie sich die Zuständigkeit vorher vom Hals: Bestimmen Sie eine Person, meist die Trauzeugin oder den Zeremonienmeister, die im Zweifel freundlich erinnert. Wirksamer als jede Korrektur am Tag selbst ist aber die Wiederholung vorab, also Einladung, Schild und Ansage zusammen. Wer den ganzen Tag verlässlich handyfrei bleiben möchte, kommt mit einer reinen Bitte allerdings nicht aus und braucht ein Modell, das die Nutzung tatsächlich unterbricht.

Wie sage ich Gästen, dass sie die Fotos später bekommen?

Am besten im selben Atemzug wie die Bitte und mit einem konkreten Versprechen statt einer Absichtserklärung. Nennen Sie den Weg, etwa eine Online-Galerie, deren Link Sie per E-Mail verschicken, und wenn möglich auch den Zeitraum. Nach der Hochzeit gehört der Link in die Dankeskarte, ergänzt um die Einladung, eigene Bilder des Abends dort hochzuladen. Ein Hashtag ersetzt das nicht, weil er nur Gäste erreicht, die auf derselben Plattform aktiv sind.

Wenn die Bitte allein nicht reicht

Für einen handyfreien Tag über die Zeremonie hinaus arbeiten Paare, Locations und Planerinnen und Planer mit verschließbaren Hüllen: Jeder Gast behält sein eigenes Gerät, verschlossen, und öffnet es an einem festen Punkt wieder. Mehr dazu auf unserer Seite für sonstige Anlässe, oder sprechen Sie uns direkt an.

Oder direkt per E-Mail: [email protected]